Uniklinik Leipzig:
Hommage für einen Massenmörder
Sehr geehrte Damen und Herren.
Ihr armseliges Statement zur öffentlichen Empörung über die plakative „Verehrung” von Hamas-Führer Yahya Sinwar (†61) in ihrer Klinik ist noch schlimmer, als die angebliche Unwissenheit jener anonymen Person, die einen Massenmörder auf der Namemstafel der Geburtenstation gedenken möchte.
Sie benutzen den Ausdruck „bekannte politische Person” im Zusammenhang mit einem brutalen Hamas-Terroristen, der am 7. Oktober 2023 Hunderte von wehrlosen Israelis bestialisch hat umbringen sowie teilweise vergewaltigen und verschleppen lassen!
Auch unter Berücksichtigung des allgemein dürftigen Bildungsnotstands in unserer krisengeplagten Republik, sollten die weltweiten Schlagzeilen über den Gaza-Konflikt selbst in einer Region der historischen Ignoranz und Flucht aus jeder Verantwortung sichtbar geworden sein.
Oder hat sich das ursprüngliche Mauerwerk in engmaschige Scheuklappen einer ignorierenden Gesellschaft gewandelt, die maßgeblich zum Aufschwung rechtsextremer Gesinnung und Parteien beiträgt?
Ich habe übrigens ihren sogenannten Pressesprecher Jörn Glasner angerufen und bin auf einen überforderten Gesprächspartner getroffen, der zunächst seine Zuständigkeit leugnete und sich inhaltlich bis auf das mediale Zitat nicht äussern wollte. Die gute alte „DDR” lässt grüssen!
Das ist mindestens genau so schlimm, wie der Missbrauch ihrer Namenstafel für die Verehrung von blutrünstigen Juden- und Israelhassern, die hierzulande offenbar große Sympathien haben. In Sachsen offensichtlich noch mehr als in den meisten „alten” Bundesländern.
Kurzum: Von einer Uni-Klinik erwarte ich nicht nur führende Medizin, sondern auch beispielhafte Kommunikation.
Und wie Sie ja wissen, hat das Gesundheitswesen in Deutschland wahrhaftig keinen guten Ruf.
Auch daran dürften Sie maßgeblichen Anteil haben.
Mit befremdlichen Grüßen
5. August 2025