Foto von Stefan Hensel im Stern:
Auch wir müssen noch einmal reden
Hamburg, 25. November 2025. Zunächst über dieses geschmacklose Stern-Foto! Streben Sie vielleicht mit diesem Look eine neue Karriere als verdeckter Ermittler in der geheimen Organisation ehemaliger SS-Angehöriger an? Wer soll ihnen die per DNA-Test behauptete jüdische Abstimmung abnehmen, wenn Sie sich in so einer Aufmachung und Pose präsentieren? Mit derartigen Auftritten irritieren Sie alle (nicht nur jüdische) Menschen, denen der Anblick typischer Nazifiguren zuwider ist. Im TV-Film „Wannseekonferenz” sahen einige Darsteller so ähnlich aus.
Auch müssen wir über ihren Rücktritt reden!
Wann gehen Sie denn nun wirklich und hören endlich auf, den Amtsjuden mit Kippa auf dem kurzgeschorenen Germanenkopf öffentlich zu zelebrieren?
Ob Abfluggate in Tel Aviv, Berliner Kulturtage oder in ihren Interviews - seit ihrem erleichternden Rücktritt sind Sie mehr Schlagzeile als je zuvor. Das allein zeigt bereits das höchst bescheidene Ergebnis ihres städtischen Auftrags. Was auch immer Sie tatsächlich bewogen hat, das Handtuch zu werfen, es ist wohl das Eingeständnis ihres Scheiterns. Überforderung ist übrigens keine Schande, sofern man sich der Realität stellt und die Gründe nicht anderen in die Schuhe schiebt. Sie beklagen „mangelnde Toleranz für die ganze Doppelmoral”. Sind nicht Sie selbst für die beklagte Situation verantwortlich?
Wie dem auch sei, das Spiel ist aus, Herr Hensel.
Legen Sie am besten die Kippa zur Seite, und bitte auch ihren „jüdischen Heiligenschein”. Wer sich so präsentiert, gehört nicht zu uns Juden.
